PODCAST #10

Naren Shaam

Berlin Unicorn Founder made in Bangalore

Geburtsort

Bangalore, Indien

Geburtstag

1983

Anfänge

Abgelehnt als Call Center-Mitarbeiter

Heute

Gründer und CEO der Reiseplattform Omio.com
„Eine Idee, die nicht umgesetzt wird, bleibt immer nur eine Idee.“
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Naren Shaam im MyGrandStory Podcast

Naren Shaams GrandStory

Der Globetrotter Naren Shaam ist in Bangalore in Indien aufgewachsen, hat in Harvard studiert und in Berlin eine Reiseplattform gegründet. Als Schüler wollte er in einem Call-Center nebenbei jobben und wurde aufgrund seiner schlechten Englischkenntnisse abgelehnt. Heute ist seine Firma Omio.com eine der wertvollsten Tech-Ventures Deutschlands und Naren einer der Stars am Startup-Himmel.

Als Naren Shaam im Jahr 2013 nach Berlin zog, konnte er kein Wort Deutsch und hatte keinen einzigen Freund in der Stadt. Doch glaubte er an den Innovationsgeist und das chaotisch-kosmopolitische Momentum Berlins und sollte recht behalten.

Er gründete ein Unternehmen, an dessen Geschäftsmodell anfangs niemand glaubte. „Fast alle, die ich gefragt habe, fanden die Idee schlecht“, erzählt Naren lachend. Er ließ sich allerdings nicht beirren und gründete schließlich mutterseelenallein – als Single Founder – die Plattform GoEuro, die heute Omio heißt, die heute 27 Millionen Nutzer pro Monat bedient.

Naren zeigt uns mit seiner GrandStory, dass es nicht die geniale Idee allein ist, die einer Innovation Leben einhaucht, sondern dass man hierfür auch und vor allem Widerstandsfähigkeit, Durchhaltevermögen und gesundes Selbstvertrauen benötigt.

Wer ist Naren Shaam?

Naren Shaam ist ein 38jähriger Unternehmer, der in Bangalore, Indien, geboren wurde und den es zum Studieren in die USA verschlagen hat, wo er schlussendlich an der Harvard University gelandet ist und im Jahr 2010 seinen MBA-Abschluss gemacht hat.

Im Jahr 2013 gründete er alleine und ohne jegliche Deutschkenntnisse in Berlin die Reiseplattform GoEuro, die heute Omio heißt. Omio ist eines der wertvollsten Tech-Unternehmen in Deutschland – mit 27 Millionen Nutzern und über eine Milliarde Euro Marktbewertung.

Allein im Corona-Jahr 2020 sammelte das Unternehmen 100 Millionen Dollar Kapital bei seinen Investoren ein. Er ist verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes.

Was macht Naren Shaam außergewöhnlich?

Naren Shaam ist ein absoluter Ausnahmegründer in der deutschen Start-up-Szene, ähnlich wie Ijad Madisch. Quasi ein Unicorn, das auf einer Weide von Unicorns nochmals heraussticht.

Als er im Jahr 2010 nach erfolgreichem Harvard-Abschluss durch Europa backpackt, fällt ihm auf, dass Reisen innerhalb Europas digital noch viel zu kleinteilig ist und an seine Grenzen stößt, wenn Transfers grenzüberschreitend stattfinden.

Mit einer Meta-Suchmaschine, die sämtliche Reisemöglichkeiten – Bahn, Flugzeug, Schiff oder Bus – über ganz Europa verbindet, fand seine Idee Zuspruch bei Nutzern von Spanien bis Polen und von Italien bis hoch nach Schweden.

Finanziert wird das Tech-Venture mit rund 400 Millionen US-Dollar von einigen namhaften Investoren, darunter Goldman Sachs, Kleiner Perkins Caufield & Byers, Kinnevik und Silver Lake.

Aus einer diffusen Idee entwickelte Naren ein hunderte Millionen Dollar schweres Unternehmen, das sich anschickt, dem europäischen Reiseverkehr seinen digitalen Stempel aufzudrücken.

Warum hat Naren Shaam eine GrandStory?

Narens Mutter zog als junge Frau aus einem kleinen Dorf in die Megacity Bangalore, ohne dass sie die Sprache beherrschte. Sie setzte sich auf ihren Hosenboden und lernte und lernte. Zuerst die Sprache, dann ging sie an die Universität und entwickelte sich stetig weiter – bis heute. Lifelong learning nennt sich das, und für die Erfolgsgeschichte von Naren Shaam spielt das Lernen, das Scheitern, das Wiederaufstehen, das Sich-neu-erfinden eine ganz zentrale Rolle.

Neben einer sehr positiven Herangehensweise zeichnet er sich dadurch aus, dass er ohne Angst Risiken eingeht, wohlwissend, dass nicht jede Entscheidung richtig getroffen werden kann.

Als er sein heute milliardenschweres Unternehmen im Jahr 2013 gründete, gab es keinen, der – erstens – mit ihm gründen wollte und –zweitens – der in seiner Idee einer Meta-Suchmaschine für Europas Reiselandschaft eine reelle Marktchance gesehen hätte. Ohne ein Wort Deutsch im Gepäck zog der 30jährige nach Berlin, ließ sich nicht beirren und gründete sein Tech-Unternehmen.

Zehn Jahre davor entdeckte er als junger Mann die USA, zuerst als Student an einer kleinen Universität in Tennessee, später als Product Manager und Harvard-Absolvent. Immer wieder ins kalte Wasser geschmissen zu werden, keine zu große Angst vor den großen Aufgaben seiner Zeit zu haben und dennoch immer auf der positiven Seite zu schwimmen, das zeichnet den Super-Founder Naren Shaam unter sämtlichen Start-up-Gründern aus. Und lässt aus seinen Ideen handfeste Produkte werden.

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