Sami Haddadin

Rockstar der Robotik

Geburtsort

Neustadt am Rübenberge, Deutschland

Geburtstag

26. Juni 1980

Anfänge

Technikbegeisterter Schüler aus der niedersächsischen Provinz

Heute

Universitäts-Professor und Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der Technischen Universität München; Preisträger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 2019 und des Deutschen Zukunftspreis 2017
„Menschliche Dummheit gewinnt immer gegen künstliche Intelligenz.“

Sami Haddadins GrandStory

Werden Maschinen den Menschen die Arbeit wegnehmen? Wird künstliche Intelligenz schon in wenigen Jahren der menschlichen Intelligenz exponentiell überlegen sein, wie der Historiker Yuval Harari annimmt?

Und, welchen Mehrwert stiftet KI für das Leben in einer sich überalternden Wohlstandsgesellschaft? Mit diesen und anderen für unsere Generation entscheidenden Fragen setzt sich Professor Sami Haddadin tagtäglich auseinander und forscht an der Schnittstelle zwischen Vision und Praktikabilität von robotergesteuerten Systemen und KI.

Als Sohn eines jordanischen Arztes und einer finnischen Krankenschwester in der niedersächsischen Provinz aufgewachsen, hat Sami bereits in jungen Jahren den wissenschaftlichen Olymp erklommen. Seine Doktorarbeit ist preisgekrönt und bereits im Alter von 34 Jahren hatte er seinen ersten Lehrstuhl an der Universität in Hannover inne.

Seit Jahren zählt Sami Haddadin, der heute an der TU München als Professor und Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence arbeitet und akademische Rufe der Stanford University oder des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ablehnte, zu den renommiertesten Wissenschaftlern in einem der zukunftsträchtigsten Studiengebiete.

Wer ist Sami Haddadin?

Sami Haddadin ist der Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der Technischen Universität München und als Professor Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz.

Seine Forschungsgebiete sind Robotik und Künstliche Intelligenz und umfassen Roboterdesign, Robot Learning, Kollektive Intelligenz, Mensch-Roboter-Interaktion, Embodied AI, Neuromechanik und Robotersicherheit.

Er hält Universitätsabschlüsse in Elektrotechnik, Informatik und Technologiemanagement der Technischen Universität München sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde an der RWTH Aachen mit summa cum laude promoviert.

Mit seiner finnischen Mutter und seinem jordanischen Vater wuchs er als ältestes von drei Geschwistern im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge auf.

Was macht Sami Haddadin außergewöhnlich?

Als Vater von drei Kindern benötigt Sami Haddadin schonmal genügend Wohnraum, damit seine Kinder genügend Platz haben. Als renommierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Robotik benötigt er allerdings nochmal eine Schippe mehr Platz für mindestens einen großflächigen Vitrinenschrank, um alle seine Trophäen überhaupt unterzubringen.

Er ist (Mit-)Autor von mehr als 200 wissenschaftlichen Publikationen und vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem George Giralt PhD Award (2012), dem RSS Early Career Spotlight (2015) und IEEE/RAS Early Career Award (2015), dem Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer (2015), dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten (2017) sowie dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis (2019), den übrigens auch unsere GrandStory Wolfgang Wernsdorfer erhalten hat.

Er ist außerdem Mitglied der Enquetekommission „Künstliche Intelligenz“, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und des Zukunftsrats der Bayerischen Wirtschaft.

Warum hat Sami Haddadin eine GrandStory?

Als Sami Haddadin noch Schüler am Gymnasium im niedersächsischen Stolzenau war, besuchte er eines Tages mit seiner Klasse die Hannover Messe und bestaunte den automatisierten Greifarm eines Maschinenherstellers.

Dieses Erlebnis motivierte den Jungen, Sohn eines jordanischen Arztes und einer finnischen Krankenschwester, so sehr, dass sein zukünftiger Berufswunsch feststand. Er wollte selbst Maschinen entwickeln und Arbeitsprozesse automatisieren, also ging er zum Studium nach Hannover, ins finnische Oulu und nach München, um Elektrotechnik und Informatik zu studieren.

Er war 31 Jahre alt, als seine Doktorarbeit als – Achtung! – Europas beste Dissertation in seinem Studienfeld ausgezeichnet wurde und gerade mal 34 Jahre alt, als er Lehrstuhlinhaber an der Universität Hannover wurde.

Seine Studien rund um die Themen Robotik, KI und zur sensomotorischen Intelligenz von Maschinen waren so aufsehenerregend, dass er Angebote des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Stanford University bekam – und ablehnte.

Als dann jedoch die Technische Universität München ihm einen professoralen Ruf zukommen ließ, konnte er nicht mehr ablehnen, auch aufgrund starker familiärer Anknüpfungspunkte. Seit 2018 ist er als Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence tätig und heutzutage eine international anerkannte Koryphäe in seinem Fachgebiet.

Foto: (c) Deutsche Forschungsgemeinschaft / David Ausserhofer

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