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PODCAST #24

Rusbeh Hashemian

Captain Transformation

Geburtsort

Berlin

Geburtstag

1980

Anfänge

Lichtblick für die Familie

Heute

Visionär für digitale Wandlung
„Wir haben diverse Kulturen im Team, dadurch diskutieren wir völlig neue Aspekte. Es geht nicht nur um Business, oft ganz intensiv um unsere Firmenkultur. Das ist so wichtig für den Erfolg!“

Rusbeh Hashemian im MyGrandStory Podcast

Rusbeh Hashemians GrandStory

Rusbeh Hashemian gilt als einer der innovativsten Köpfe in der Consulting-Branche. Experte für digitale Transformationen. Effektiver und vor allem nachhaltiger als seine Konkurrenz.

Weil? Er die Menschen in diesen Prozessen sieht und weiß, wie elementar es ist, ALLE auf die Reise in die digitale Zukunft mitzunehmen. Das ist der Maßstab, den Rusbeh nicht nur in Geschäftsmodellen für die Kunden manifestiert, sondern genauso im eigenen Unternehmen.

Mission completed: Seit Juni 2022 ist Rusbeh bei PwC, PricewaterhouseCoopers, der renommierten Unternehmensberatung in Deutschland, ins Management Board aufgerückt, verantwortlich für Produkte und Technologie, als erster mit nichteuropäischen Wurzeln.

„Verantwortung habe ich schon als Kind gespürt.“ erzählt Rusbeh über seine persische Herkunft, „Wenn du verstehst, dass deine Eltern alles aufgegeben haben, damit ihre Kinder in Freiheit aufwachsen können, dann wird das zum Nordstern für dein ganzes Leben.“

Was sein Mega-Erfolg mit anderen macht, nach welchen Kriterien er Businessmodelle kreiert und warum er sich Kultur-Flexitarier nennt, erzählt Rusbeh eindrucksvoll im Podcast-Gespräch von MyGrandStory.

Wer ist Rusbeh Hashemian?

Rusbeh Hashemian ist im Management Board der PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC) und leitet den Bereich “Products &Technology”, der die digitale Transformation von PwC vorantreibt. Er studierte in Berlin und Berkeley, bevor er 2007 bei PwC in der Wirtschaftsprüfung begann. Als Global Transformation Director wurde er in New York zu einer zentralen Stimme des Unternehmens für Digitalisierungs- und Innovationsthemen.

Heute lebt und arbeitet Rusbeh wieder in seinem Geburtsort Berlin. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Direkt nach dem BWL-Studium in Berlin und Berkeley startet Rusbeh 2007 bei PwC als, ganz gediegen klingt das noch: in der Wirtschaftsprüfung.

Rasante 15 Jahre später bereichert er nun dort das Management Board und leitet „Products and Technology“, das Ressort, das die digitale Transformation vorantreibt. Dazwischen? Ist er bei PwC geblieben, vier Jahre davon in New York, und hat seine Fähigkeiten trainiert, ähnlich wie auch Anahita Thoms. Zwei im Besonderen verdanke er seine Karriere, „Ich habe starke Kommunikationsskills, kann Menschen begeistern, das hat mich die enge Gemeinschaft mit meiner Familie, vor allem mit meinem schwerhörigen Bruder gelehrt.“ und „Ich langweile mich schnell!“

Was übersetzt so viel heißt, wie: sich permanent in neue Aufgaben werfen, Wissen aktualisieren, keine Angst haben vor Veränderungen, nach vorne denken. So habe er auch früh schon gesehen, dass die Digitalisierung die Geschäftswelt aus den Angeln heben wird. Nachhaltig.

Echter Wendepunkt in seinem Leben, persönlich wie beruflich, wird seine Zeit in New York. Hier ist er bereits für die Zukunftstechnologien zuständig, was er 2018, zurück in Berlin, entfaltet: mit der Abteilung „New Ventures“, ein interner Inkubator für neue Geschäftsmodelle, soll er die digitale Transformation von PwC vorantreiben.

Denn längst ist klar, dass es nicht reicht, Bestehendes zu verbessern, neue Ideen müssen her. Und es wirkt auf ihn geradezu naiv, als Servicemodell nur Berater mit Power Point Präsentationen loszuschicken. Es muss eine „echte Lieferung“ geben, Asset Based Professional Services heißt das bei PwC, Beratung in Echtzeit, inklusive aktueller Kenntnisse über z.B. politische Bewegungen, Lieferketten, über Sanktionslisten, Lieferantenbeziehungen, Nachhaltigkeitsvorgaben – und darauf muss Software (!) entwickelt werden, die dem Kunden hilft, seine Themen zu lösen.

Eines dieser Themen, für Rusbeh der Schlüsselfaktor, ist die digitale Bildung aller Mitarbeitenden. „Menschen sind das stärkste Asset in einem Unternehmen.“ Es geht nicht nur darum, die neuen Herausforderungen für das Unternehmen anzunehmen oder Fachkräfte auszubilden, Prio muss sein, dass jeder und jede im Unternehmen einen breiten Wissensstand hat zu Data Analytics, zu KI, Blockchain, Design Thinking. Weil jeder und jede verstehen muss, wie schnell und agil wir in Zukunft sein müssen. Dass das auch Spaß machen kann! Dass dieses Mindset die ganz persönlichen Ängste nimmt.

Auf dem Weg zur GrandStory

Wer bin ich? Wer will ich sein? Oder: Wer darf ich sein? Wie kompliziert ist der Weg zur eigenen Identität, wenn man in zwei starken Kulturen aufwächst?

„Ich war in keiner ganz,“ erzählt Rusbeh, „als Kind habe ich mich in meiner Familie immer sicher gefühlt, wir hatten nicht viel Platz, keinen Luxus, aber abends wurden immer Geschichten erzählt, bis wir einschliefen. Ein warmes Gefühl.“

Das „deutsche“ hat er sich bei den Familien der Freunde abgeschaut, ein Puzzlewerk. Und weil sein Eindruck als junger Mensch immer stärker wurde, in dieser Gesellschaft funktionieren zu müssen, „habe ich versucht, meine persische Herkunft zu überschminken.“ Das erschien ihm verlässlich. Und zunächst brachte das auch den einen oder anderen erwünschten Effekt, die Lehrer etwa hatten ihn nicht mehr so im Visier, aber im gleichen Maße entwickelte er eine große Erwartungshaltung – an sich selbst: „Du mußt besser sein als alle Deutschen um dich herum!“

Erst seine Zeit in New York, dieser Ort, wo sich alle Kulturen der Welt (ver)bündeln, hat ihm mehr Gelassenheit und Zuversicht gebracht „Das war mein Zuhause, da habe ich mich absolut pudelwohl gefühlt.“ Der letzte Kick, der Moment, der ihm bewußt machte, wie selbstbewußt er doch zu seiner Herkunft stehen … muss, war, als seine Frau seinen Namen Hashemian angenommen hat.

„Sie ist von Herzen daran interessiert, meine kulturelle Identität zu verstehen, warum ich in bestimmten Situationen wie reagiere, warum ich bestimmte Sachen, die sie normal findet, als unhöflich empfinde – sie ist mit dem Nachnamen selbst Ausländerin und sie lebt dieses Leben mit mir mit.“

Jetzt, „mit dem wachsenden Selbstwert und Standing“ würde er seinem 20jährigen Ich zurufen „Be yourself!“ Verstell dich nicht, lass ruhig das Persische raus! Sei impulsiv, sei höflich, sei stolz, erzähl Witze (was wohl eine persische Kunstform ist)! Nur das mit der eigenen Erwartungshaltung, „das bleibt wohl mein Lebensthema“ sagt er sanft, „das ärgert mich, aber es treibt mich auch an!“

Das macht Rusbeh Hashemian zu einer GrandStory

Rusbeh hat viele Namen für seine Identität. Er nennt sich Kultur-Flexitarier, weil er aus jeder Tradition ein bisschen was hat. Oder persische Kartoffel – eine typisch deutsche Knolle mit duftenden Geschmacksnoten?

Auf jeden Fall kann er sie mittlerweile beide (erfolgreich!) ausleben und hat gelernt sich mit großer Sicherheit und Respekt fluently in any culture zu bewegen.

Und er spricht darüber sehr offen. Über seine alten Ängste, seine schlaflosen Nächte, seinen Stolz, sein Glück, die Bedeutung seiner Familie. Das ist couragiert.

Und erweitert nicht nur Räume fürs Verstehen anderer Kulturen, es ist die wichtigste Grundlage der Inklusion. Seine Geschwister gaben ihm bei seiner Geburt den Namen Rusbeh, das bedeutet „Schöner Tag“.

Text: Andrea Ketterer

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