Saori Dubourg

BASF-Eigengewächs mit dem CEO-Gen

Geburtsort

Augsburg, Deutschland

Geburtstag

1971

Anfänge

Junior Marketing Managerin bei BASF in Ludwigshafen

Heute

Vorstandsmitglied von BASF SE für die Bereiche Pflanzenschutz, Bauchemie und Europa
„Unsere Generation ist wahrscheinlich die letzte, die auch gestalterisch noch Weichen stellen kann bezüglich Klimawandel, aber auch Digitalität.“
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Saori Dubourgs GrandStory

Die in Augsburg geborene Saori Dubourg ist eine der wenigen Frauen, die es geschafft hat, und der zugetraut wird, eines Tages auch in die Rolle eines Vorstandsvorsitzenden zu schlüpfen.

Und das wäre ein Novum, denn obwohl Gleichberechtigung eines der großen Themen im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist, findet man in DAX-Vorständen – Stand Februar 2021 – lediglich 17,8 Prozent weibliche Vorstandsmitglieder und wohlgemerkt bis dahin noch keine weibliche Vorstandsvorsitzende.

Das Manager Magazin sah sie bereits 2017 als herausragende Kandidatin an, auch in diese – letzte – Männerbastion einzuziehen. Saori ist die Tochter einer Japanerin und eines Deutschen und hat in Trier Management und Marketing studiert, bevor sie bei ihrem ersten, ewigen und heutigen Arbeitgeber, BASF, als Junior Marketing Managerin anfing zu arbeiten.

Sie ist die Ochsentour durch die Instanzen des globalen Chemieunternehmens gegangen und hat sich ihre Lorbeeren international auf Stationen in den USA, Japan, Singapur und Hongkong verdient.

Besonderes Aufsehen erlangte sie nicht nur durch ihre Berufung in den Vorstand, sondern durch die erfolgreiche Integration der Saatgutsparte des Wettbewerbers Bayer in das Unternehmensportfolio von BASF.

Wer ist Saori Dubourg?

Saori Dubourg ist seit 2017 Mitglied des Vorstands der BASF SE und unter anderem verantwortlich für die Region Europa und für etwa 70.000 Mitarbeiter:innen. Sie verantwortet zudem die Bereiche Agricultural Solutions, Nutrition & Health, Care Chemicals und Bioscience Research, sowie das Startup trinamiX. Seit 2019 ist sie außerdem Mitglied im Aufsichtsrat des Energiekonzerns Wintershell DEA.

Geboren wurde Saori Dubourg 1971 in Augsburg als Tochter eines deutschen Unternehmers und einer japanischen Lehrerin. Sie studierte von 1991 bis 1996 Strategisches Management und Industriegüter-Marketing an der Universität Trier.

Direkt nach ihrem Abschluss fing sie bei BASF in Ludwigsburg im Regionalmarketing an zu arbeiten. Es folgen weitere Stationen in Deutschland, Amerika sowie Asien.

Was macht Saori Dubourg außergewöhnlich?

Saori Dubourg zählt heute zu den erfolgreichsten Managerinnen in Deutschland, ähnlich wie unsere weitere GrandStory, Hiltrud Werner.

Im Jahr 2017 führte sie die Liste der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft des Manager Magazins an und erhielt 2019 den European Leadership Award.

Außerdem ist sie eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen im Austausch zwischen Wirtschaft und internationaler Politik und als Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung, im Lenkungsausschuss der G7 Impact Taskforce, im Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik sowie als Vizepräsidentin des Exekutivkomitees des European Chemical Industry Council tätig.

Warum hat Saori Dubourg eine GrandStory?

Die WirtschaftsWoche spekuliert bereits seit längerer Zeit, dass Saori Dubourg die erste Frau sein könnte, die mal zum CEO eines DAX-Konzerns aufsteigen wird.

Vergleicht man die ruhige, zierliche und empathische Frau mit den großen Polterern Martin Winterkorn, Ferdinand Piech oder Carsten Spohr kommt einem der Schwank vom Hasen und dem Igel in den Kopf: Es ist ein so anderer, so besonderer Weg, den Saori für sich gewählt hat, um ihre berufliche Karriere zu machen.

Nein, sie entspringt nicht dem Graduiertenkolleg einer Elite-Uni. Nein, sie hat nicht unzählige DAX-Konzerne und internationale Großunternehmen in ihrer Vita stehen und ist von Karriere-Option zu Karriere-Option gehoppelt.

Sie hat – beschaulich, beschaulich – an der Universität Trier Management und Marketing studiert und ist nach dem Studium zum Chemie-Riesen vom Rhein gegangen. Bei BASF hat sie als regionale Marketingmanagerin begonnen zu arbeiten und sich kontinuierlich über mehr als 20 Jahre bis in den Vorstand hochgearbeitet.

Im Jahr 2018 war sie diejenige, die die Saatgutsparte des Wettbewerbers Bayer für 7,6 Milliarden Euro einkaufte und in den Konzern integrierte. „Sie kann ein Team motivieren und durch ein tiefes Tal führen“, sagen Mitarbeiter, die sie bei Restrukturierungsmaßnahmen begleitet haben und heben ihre ruhige Art sowie ihre Sozialkompetenz hervor.

Dass Saori auch im Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung sitzt und sich sehr stark im Bereich Diversity engagiert, zeigt umso mehr, wie sehr sie für eine neue Generation von Führungskräften steht.

Foto Saori Dubourg: (c) BASF SE

Weiterführende Artikel zu Saori Dubourg:

Wikipedia-Eintrag
WirtschaftsWoche: „Sie kann ein Team durch ein tiefes Tal führen“
Manager Magazin: Die 100 Top-Frauen der deutschen Wirtschaft
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Portrait zum Weltfrauentag 2021
Handelsblatt: „Wie viele dieser Viren können wir uns eigentlich leisten?“

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